Schwerpunktbereichsstudium

I. Rechtsgeschichte der Neuzeit (SPB 1)

Blockveranstaltung, Anmeldung bitte hier

Teilnehmerkreis: Nur Studierende des Schwerpunktbereichs, die im 5. oder höheren Fachsemester sind und diese Vorlesung im WS 2016/17 nicht gehört haben. Für Studierende im 4. Fachsemester oder Neueinsteiger in den Schwerpunktbereich wird die Vorlesung im SoSe 2018 angeboten.

Vorkenntnisse: idealiter Besuch der Grundlagenveranstaltung „Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte“

Inhalt: Die dreistündige Vorlesung „Rechtsgeschichte der Neuzeit“ ist eine der beiden Pflichtveranstaltungen des reformierten Schwerpunktbereichs „Grundlagen des Rechts“. Sie behandelt die Rechtsgeschichte der Zeit nach 1648, d.h. der Zeit, in der das Konzept des souveränen Territorialstaates endgültig politische Realität wurde, und konzentriert sich dabei primär auf die Entwicklungen in den deutschen Staaten, die jedoch häufig gesamteuropäische Entwicklungen sind. Konzeptionell zielt die Vorlesung auf die Vermittlung von Grundlagenwissen und -verständnis in thematischer Breite ab; es geht nicht um Einzelfragen der Forschung, sondern vor allem um die Erklärung rechtshistorischer Entwicklungen in den (wechselnden) politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontexten. Gegenstand der historischen Längsschnitte sind folgende Themengebiete: I. Normsetzung und Gesetzgebung, II. Status und Gleichheit, III. Öffentliches Recht , IV. Devianz, Kriminalität und Strafe, V. Wirtschaftsrecht (ausgewählte Einzelbereiche), VI. Ehe, Familie, Lebenspartnerschaft, VII. Völkerrecht und internationale Beziehungen. Die Vorlesung beginnt mit einer Einführung, in der neben Methodenfragen die wichtigsten historischen Eckdaten und rechtshistorischen Epochen überblicksartig behandelt. Fremdsprachenkenntnisse sind – abgesehen von Englischkenntnissen für einzelne Quellen – nicht erforderlich; lateinische Quellen werden in Übersetzung behandelt.

 

II. Rechtshistorisches Seminar zum Thema "Rechtspolitik, Rechtspraxis und Rechtswissenschaft in der DDR"

Blockveranstaltung (alle Plätze belegt)

Teilnehmerkreis: Rechtshistorisch interessierte Studierende ab dem 2. Fachsemester.

Vorkenntnisse: idealiter Besuch der Vorlesung Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte

 

III. Europäische Rechtsharmonisierung in der Praxis

Zeit und Ort:

Mo. 20.11.2017, 10:00 - 13:00 Uhr, HS 16

Mo. 20.11.2017, 15:00 - 18:00 Uhr, HS 16

Di. 21.11.2017, 10:00 - 13:00 Uhr, SR 420

Di. 21.11.2017, 15:00 - 18:00 Uhr, HS 17

Di. 28.11.2017, 10:00 - 13:00 Uhr, HS 16

Di. 28.11.2017, 15:00 - 18:00 Uhr, HS 16

Dozent: Dr. Thomas Voland

Teilnehmerkreis: Studierende ab dem 5. Fachsemester

Inhalt: "Diese Veranstaltung gibt eine Einführung in Fragen der Rechtsharmonisierung auf europäischer Ebene. Neben den Rechtsgrundlagen und Instrumenten der Harmonisierung werden auch Fragen des Rechtsschutzes erörtert. Darüber hinaus erfolgt eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit Harmonisierungsmaßnahmen in einzelnen Sektoren und Rechtsgebieten, etwa im Hinblick auf die Finanzmarktregulierung."

 

IV. Juristische Zeitgeschichte

Zeit und Ort: Do. 16:00 - 18:00 Uhr, Burgstr. 21, Raum 4.06

Dozent: Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla

Teilnehmerkreis: Studierende des Schwerpunktbereichs Grundlagen des rechts und der Rechtswissenschaft

Inhalt: In der Vorlesung werden ergänzend zu den "Grundzüge-Veranstaltungen" zur Rechtsgeschichte zentrale Probleme der juristischen Zeitgeschichte behandelt und anhand von Referenzrechtsquellen mit den Teilnehmer/innen besprochen. Rechtsentwicklungen im Kaiserreich und der Weimarer Republik werden anhand der "culpa in contrahendo", der "positiven Forderungsverletzung", der Aufwertungsrechtsprechung und der Entwicklung des Arbeitsrechts behandelt. Für die Zeit des Nationalsozialismus werden die Probleme der "legalen Revolution", des "konkreten Ordnungsdenkens", der "konkreten Allgemeinbegriffe" und der "unbegrenzten Auslegung" thematisiert. Für die unmittelbare Nachkriegsrechtsgeschichte werden die "Entnazifizierungsverfahren" in den westlichen Besatzungszonen und "Grundlagen der Verfassungsbeschwerde" besprochen. Das "sozialistische Recht" in der ehemaligen DDR wird anhand des "sozialistischen Eigentumsbegriffs", der Rolle des Verwaltungsrechts in der "Diktatur des Proletariats" und des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze thematisiert.

 

      

 

 

letzte Änderung: 10.10.2017